Novemberblues II - Pop

...Fortsetzung Teil II

...Einmal, es war ein Tag im November, versuchte Luna mir einen Mann auszureden. Es nieselte, das Grün der Blätter glänzte vor Regentropfen und ich ging mit Socken durch die Wohnung, dann und wann schlürfte ich von meinem heißen Tee, Les Reines Prochaines in meinem CD-Spieler. ES war das Paradies. Ich liebte diesen Tag, Gedanken im November, Gedanken an einen Mann. Und dann kam Luna. "er ist ein Arschloch", waren ihre ersten Worte, keine Umarmung, kein "Honey, du bist so sweet", sie kam, sah und siegte. Einfach so. Warum checkt sie so viel? Ich bin doch nicht durchsichtig, mein Vater ist kein Glaser. Und doch, transparent ist mein Wesen, meine Haltung, meine Mimik und symptomatisch ist meine Musik und der Blues im November. Ich zünde mir eine Zigarette an, der Rauch, blau und schlierend, löste sich in der Dämmerung meines Zimmers auf. Ich sagte: "Er ist nur deshalb ein Arsch, weil du was mit ihm hattest und er dich stehen ließ, wie eine kalte Tasse Kaffee." Luna lachte, entgegenete: "Honey, wie sollte er bei der Geschichte kein Arsch sein? Sieh es mal so." ich lachte nicht. Wie konnte ich auch, ich hatte mein Herz verschenkt ohne Schleife, denn das, was ich bin, ist alles andere als bloße Garnitur. Luna ist da ganz anders, sie ist verziert und schnörkelig ist ihr Haar, weich ihre Haut nach Honig duftend. Um mich zu verstehen, muss man Luna verstehen, um Luna zu verstehen, braucht man die Liebe, braucht man das Leben, den Duft nach mehr. Luna ist immer mehr. Immer mehr als die schönste Rose, immer mehr als das blauste Blau und immer mehr als die anderen und mehr als ich.

...Fortsetzung folgt...

2.5.15 17:24

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