Welten müssen knallen und fallen, Flügel haben und mich erreichen. Widerhallen

         

 

Ich träume ein paar Träume.

Das Licht ist das Leben in der Nacht.

Die Freiheit schreit mit Macht nach mehr und ich liebe.

Ich liebe das Meer, die Wolken und den Wind.

Vor allem dann, wenn wir beisammen sind.

Dein Duft riecht nach frischem Gras mit Tau auf den Halmen am Morgen,

verborgene Sehnsucht danach.

Die Sterne stehen gut

und ich habe den Mut aufzubrechen.

Wenn die Sonnenstrahlen stechen, 

dann lasse ich alles zurück.

Stück für Stück verabschiede ich mich,

mit einem lachenden und einem weinenden Auge,

meine Liebe, ich sage ade

und es tut weh.

 

Welten müssen knallen und fallen,

Flügel haben und mich erreichen.

Widerhallen.

Es ist das Wollen nach mehr, der Schrei nach Farbe,

jetzt und hier.

Frei wie ein Vogel das tägliche Sein erkennen,

ziehe ich meine Kreise auf meine Art und Weise.

Ich fliege und mache nur manchmal Rast.

Ich liebe das Leben mit Hast.

 

Blumentopf- Kopf

Aufgewacht mit schwerem Kopf,

aber einem neuen, gelben Blumentopf.

Hab die Nacht durchgemacht,

aufgestanden um halb acht.

Zum Frühstück `ne Zigarette

und ein Caipi mit Limette.

Ich hab`nen Blumentopf- Kopf.

 

     

Mitschwimmer

Es quält dich in der Seele, fidele Gabriele, Querele

Du hast dich umgeschaut, oh Wunder runder Flunder- Plunder

Bloß leblose Gestalten walten, verkalken: zusammenfalten 

Kein Licht und Leben weit und breit

Seid entzweit, ihr immer bereit 

Fisch stinkt!

 

 

Immer locker vom Hocker, sagte das Kamel, verließ den Wüstensand und lebte fortan als Walross am Meeresstrand.

Novemberblues III - Pop

...Fortsetzung Teil III  

...Luna und ich haben uns kennen gelernt, als sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Es klingelte nachts um halb drei an der Tür. Ein Koffer, eine Handtasche mit einer Blume, eine Weißweinflasche und eine Frau standen davor. "Er ist ein Arschloch", sagte sie. "Erst bringe ich ihn, dann sie und dann mich um. UNd dann fahre ich fort, weit fort und komme nie wieder. Aber ersteinmal komme ich rein, darf ich?" Sie ging durch die Tür in mein Zimmer, in mein vollgestopftes Zimmer mit den tausend Kleinigkeiten. Sie ging in das Zimmer, in dem ich wohnte, nur ich und die Vergangenheit. Sie ging hinein und legte sich auf das Bett. "Ich heiße Luna", sagte sie und fing zu reden an. WEnn Luna traurig ist, dann redet und weint sie einen Fluss. In unserer ersten Nacht war es so und es sollte immer wieder so sein. Sie erzählte, sie habe sich getrennt. Ihr Freund, Psychologe, habe eine Affäre mit einer Patientin begonnen. Sie wird feucht, wenn sie sich ihm nähert, hat sie gesagt und so hat sie ihn bekommen und so hat ihn Luna verloren. Er sagte immer, die Welt sei unmoralisch und verrückt und wenn man das begriffen habe, käme man mit Regeln besser klar. Dass er keine Regeln in einer Beziehung kennt, habe Luna nun festgestellt, dass er unmoralisch ist, habe sie schon länger gewusst, von der Affäre wusste sie nichts. Dann fing sie heftiger zu weinen an, sie weinte laut und schluchzend wie ein Kind. Gern hätte ich sie in den Arm genommen, getröstet, ihr gesagt, dass sie bloß an den falschen geraten sei und andere Mütter auch schöne Söhne hätten. Zu wenig tröstend kamen mir meine Worte vor, zu wenig angemessen. So saß ich nur schweigend da und hielt ihre Hand, drückte sie und wartete ab. Im Warten bin ich gut, im Warten bin ich geübt. Ich warte schon mein halbes Leben lang, ich warte auf den richtigen Mann, den richtigen Beruf, die richtigen Freunde und das richtige Glück. Dass es so bald an meine Haustür anklopft, konnte ich bis dahin noch nicht wissen.

...Fortsetzung folgt...